Hopen,

 

Gut in Südlohne.*)

 

Nachdem 1479 die weitläufigen Besitzungen des 1471 auf Haus Bakum verstorbenen Friedrich von Dinklage unter die Erben verteilt waren, bildete Herbord von Dinklage die beiden Höfe Albers und Bruns in Südlohne zu einer herrschaftlichen Besitzung aus, die von da an von den anderen Dinklageschen Gütern getrennt und selbständig blieb unter Herbord von Dinklage und seinen Erben.

 

            Herbord von Dinklage (gestorben 1522) und Anna von Haren (gestorben     1547).

 

                        Kinder Johann, kopuliert 1541 mit Rixa von Düren aus Ostfriesland.**)

                                      Herbord, Domherr.

                                      Friedrich, kopuliert mit Heilewich von Stemshorn (gestorben                                                  1557).

                                      Marg., kopuliert 1630 mit Gerhard von Langen-Kreyenribbe.

                                      Leneke, Nonne im Stifte Herford.

 

Johann von Dinklage (gestorben 1587) und Rixa von Düren (gestorben 1574), Drost des Amtes Vechta. Die Ehe war kinderlos, es erbte zunächst der Schwesternsohn Herbord von Langen und nach dessen kinderlosem Absterben 1591 sein Vetter Herbord von Haren zu Laer bei Osnabrück.

 

            Herbord von Haren, kopuliert 1583 mit Marg. Schade.

 

                        Kinder Johann, Erbe des Gutes Laer.

                                      Elsabein, kopuliert mit Haro von Frydag von Goedens.

                                      Anna Sophia, kopuliert mit Melchior von der Heide (Diepholz).

                                      Heinrich, kopuliert mit Sophia von Harlingen.

 

            Heinrich von Haren und Sophia von Harlingen (1616-1669).

 

                        Kinder Raban Johann, kopuliert 1664 mit Beate Agnes von Dinklage                                                   (Schulenburg).

 

            Raban Johann von Haren (gestorben 1694) und Beate Agnes von Dinklage            (gestorben 1716).

 

                        Kinder Heinrich Hermann (gestorben 1689 vor Mainz); Johann Diederich                               (gestorben 1704 in Ungarn als österreichischer Hauptmann).

                                      Anna Kath., kopuliert 1696 mit Christian Wilhelm von Gropendorf.

                                      1673 Herbert Daniel, kopuliert mit Kath. von Hammerstein.

                                      1684 Christian Wilhelm, Domherr; 1687 Maria Domizella.

 

            Herbert Daniel von Haren und Kath. von Hammerstein (gestorben 1710).

 

                        Kinder 1705 Agnes; 1707 Johanna Lucia (gestorben 1719).

 

            Herb. Daniel von Haren (2. Ehe, gestorben 1743) und Dorothea von Münch-            hausen (gestorben 1740).

 

                        Kinder Raban Ludwig Christian, kopuliert 1743 mit Juliana von Löw.

                                      Elsabein, kopuliert mit Friedrich Arnold von Oynhausen.

 

            Raban Ludwig Christian von Haren und Juliana von Löw (gestorben 1796).

 

                        Kinder 1748 Herbord Daniel.

                                      1750 Klemens August, kopuliert 1777 mit Maria Anna von

                                                   Kurtzrock.

                                      1752 Sophia; Johanna Charlotte, kopuliert mit von Schlaberndorf.

 

            Klemens August von Haren (gestorben 1793) und Maria Anna von Kurtzrock.

 

Die Ehe war kinderlos. Das Gut kam nach einem Prozesse zwischen von Oynhausen und von Schlaberndorf in den Besitz des ersteren, der es 1805 an den Erbkämmerer von Galen verkaufte. Seit dieser Zeit ist das Gut verpachtet.

 

 

 

 



*) Nieberding, Niederstift Münster, Band II, 455-465; Niemann, das Oldenburgische Münsterland, Band II, 105-108; Reinke, Wanderungen, Band III, 47-54.

**) Unter den Besitzern des Gutes Hopen ist geschichtlich besonders hervorgetreten Joh. von Dinklage, Drost des Amtes Vechta 1540-1549. Er beteiligte sich an der Belagerung der von den Wiedertäufern besetzten Stadt Münster, war bei der Einführung des Augsburger Bekenntnisses im Münsterlande durch Franz von Waldeck besonders tätig, wurde 1546 als Mitglied des Schmalkaldischen Bundes von Kaiser Karl V. mit der Reichsacht belegt und mußte das Drostenamt niederlegen. Nachdem er dann 500 Goldgulden Strafe bezahlt hatte, wurde er vom Kaiser begnadigt. 1572 ließ er die Rollen der münsterschen Hausgenossen, die beim Oldenburger Ueberfall 1538 vernichtet waren, wieder herstellen. Für das Gut Hopen erhielt er von Franz von Waldeck die Erlaubnis zum Bau einer Windmühle, siehe Klapphake.