Brettberg

 

Gut in Südlohne.

 

Wille van Elemenedorpe, Gründer der Burg Brettberg um 1429, und Frau Elske.

 

         Hermann von Elmendorpe und Gösche van Lutten von Gut Lage.

         Wille von Elmendorpe und Frau Adelheid (gestorben 1528).

 

                   Kinder Lyse, kopuliert mit Diedrich von Dinklage, ohne Nachkommen.

                               Elske, kopuliert mit Otto von Dorgelo auf Gut Lethe.

                               Adelheid, kopuliert mit Diedrich von Lutten auf Gut Lage.

 

         Otto von Dorgelo (gestorben 1507) und Elske von Elmendorpe.**)

 

                   Kinder Wulfert, Herr von Gut Welpe.

                               Johann (gestorben 1542), kopuliert mit Anna Weddesche von

   Bomhof.

 

                            Kinder Otto, kopuliert 1551 mit Elske Schmiesing-Korf von

   Tatenhausen (gestorben 1605), Erbherr in Brettberg.

 

                                      Kinder 1556 Johann (gestorben 1597, Grabstein in der

    südlichen Seitenmauer der Vechtaer Pfarrkirche),

    kopuliert mit Metta Nagel von Königseck (2. Mann

    Kaspar von Aßwede zu Arkenstedt).

                                                  1565 Otto, Dompropst in Münster und Domherr in

    Osnabrück (gestorben 1624), vergleiche Seite 20.

                                                            Anna, kopuliert mit Arnd Schwenke zu

    Mundelenburg.

                                                            Heinrich, ernannter Kanonikus in Bremen

    (gestorben 1583).

                                                  1575 Rötger, kopuliert mit Kath. Mönnig vom Gute

    Eickhoff.

                                                            Maria, kopuliert mit Matthias von Dorgelo auf

    Welpe.

 

Rötger von Dorgelo (gestorben 1613) und Kath. Mönnich (gestorben 1642, 2. Mann der Droste Joh. Grothaus).

 

                   Kinder Johann, kopuliert 1640 mit Benigna (van Dissen?), siehe Seite

   102.

                               Elisabeth, kopuliert 1623 mit Joh. Heinrich Schade in Ihorst.

                               Dorothea, kopuliert 1640 mit Obristleutenant Detmar de Voß.

 

         Johann von Dorgelo (gestorben 1676) und Benigna (van Dissen?).

                   Kinder 1641 Fritz, kopuliert 1668 mit Kath. Maria von Voß vom Gute

    Enniger.

                                          Joh. Rötger, münsterscher Hauptmann, seit 1678 Besitzer

    des Gutes Höfen bei Wardenburg.

                                          Sabina Kath., kopuliert 1671 mit Hauptmann Stefan

    Bernard von Wrede auf Sorpe.

 

         Fritz von Dorgelo (gestorben 1720) und Maria Kath. von Voß (gestorben

1699), 2. Frau 1700 Kath. Marg. Knost.*)

 

                   Kinder          Dorothea Elisabeth, kopuliert 1687 mit Friedrich Wilhelm

  von Dinklage auf Calhorn.

                             1670  Kath. Sophia, kopuliert mit Timees aus Böhmen.

                                        Anna Mathilde, kopuliert 1695 mit Joh. Otto von Elmendorff

  auf Füchtel.

                                        Maria Theodora, Nonne in Rulle bei Osnabrück.

                             1682  Franz (gestorben 1754), kopuliert 1706 mit Helene Marg.

   Esther von Ledebur (gestorben 1726), 2. Ehe mit Kath. Anna

   von Elmendorff (gestorben 1752), Erbherr in Brettberg.

 

                                      Kinder 1707 Kaspar (gestorben 1725); 1708 Maria Sophia.

                                                  1711 Andreas Anton Theodor, kopuliert 1746 mit

   Henriette Charlotte von Schele-Hüdenbeck.

                                                  1713 Anna Lucia; 1717 Elisabeth Johanna, kopuliert

   1743 mit Friedrich Christian von Bönnighausen.

 

         Andreas Anton Theodor von Dorgelo (gestorben 1760) und Henriette Charlotte

von Schele (gestorben 1765).

 

                   Kinder 1748 Anton Heinrich Bern. (gestorben 1776), kopuliert 1771 mit

    Alexandrina von Haen vom Gute Opferdieke (gestorben

    1793).

                               1752 Anna Dorothea (gestorben 1756).

 

Anton Heinrich Bernard von Dorgelo, der keine ehelichen Nachkommen hatte, setzte vor seinem Tode seine Frau als Universalerbin ein. Zwischen ihr und dem Major Ludwig Ernst von Bönnighausen und dem Major Adam Levin von Dorgelo-Höfen kam es zu weitläufigen Prozessen, in deren Verlauf die Lehen verloren gingen, das Gut Brettberg aber der Witwe geborene von Haen verblieb. Diese setzte 1792 ihren Schwestersohn Max Friedrich Kaspar von Dinklage auf Calhorn zum Erben ein, dieser wiederum, da er unverheiratet war (gestorben 1797), seine mit dem hannoverschen Grenadierleutenant Siegmund Karl von Falkenstein verheiratete Schwester Hedwig Louise von Dinklage. Nach Falkensteins Tode kam das Gut Brettberg 1835 durch Kauf in den Besitz des Kaufmanns Rüssel in Haselünne, nach dessen Tode 1877 in den des Zellers Theodor Gellhaus aus Calveslage, vergleiche Seite 123.

 

 



**) Dorgelo ist verkürzt aus Doringelo von der Bauerschaft Dorrieloh in der Grafschaft Diepholz, wo die Familie ihr Stammgut hatte.

*) Fritz von Dorgelo verkaufte 1687 seinen Spieker in Lohne (Absteigequartier für die Familie von Dorgelo) für 166 Rthr., weil der Drost ihn mit Schatzung belegte (Nieberding, Niederstift II, 495, Niemann, Oldenburgisches Münsterland II, 117), nach Nieberding an Rösener, nach Niemann an Joh. Hoyng. Wo lag der Dorgelosche Spieker? Nach Niemann bei der Küsterei (1924 abgebrochen), also entweder an der Stelle des Bitterschen Hauses, oder, was wahrscheinlicher ist, an der Stelle des Uhrmacher Müllerschen Hauses, das am Kirchhof liegt (von der ehemaligen Küsterei durch den Nordosteingang zum Kirchhof getrennt). 1702 errichtete Fritz von Dorgelo auch einen Begräbniskeller auf dem Kirchhof in Lohne mit einem Gebäude über demselben (Willoh, Pfarreien II, 111). Auf dem Chore der 1815 abgebrochenen Lohner Kirche hatte die Familie Dorgelo ein Epitaphium. Woher die Wappenteile, die bei einem Hausbau am Kirchhofe zum Vorschein kamen und an der Außenseite des neuen Rathauses wieder angebracht sind, stammen, ist nicht bekannt. Der Dorgelosche Burgmannshof in Vechta lag vor der Klosterkirche (jetzt Katholische Mädchenschule). Die Dorgeloschen Wappen in der Umfassungsmauer des Schulhofes erinnern noch daran.